Evangelisches Pflege- und Altersheim Thusis
Compognastrasse 8 | 7430 Thusis
081 632 3636 | info@epat-thusis.ch

Allgemeine Informationen

Der Mensch steht im Zentrum unseres Handelns, ungeachtet seiner Konfession, der politischen Haltung und der ethnischen Herkunft. Jeder Mensch ist einzigartig, mit einer eigenen Persönlichkeitsstruktur, die durch die individuelle Lebensgeschichte geprägt ist. Wir verpflichten uns, die Autonomie und das Selbstbestimmungsrecht der Bewohnerinnen und Bewohner zu respektieren und sie nach unseren ethischen Grundlagen zu betreuen. Untenstehend finden Sie die wichtigsten Informationen zu einem Heimeintritt.

    • Leitbild                                                                                   
    • Familienzentrierte Pflege                                                     

    Leitbild

    Sie wählen unser Haus und gestalten Ihr Leben frei.

    Unterstützt durch unsere Kompetenz können Sie sich bei uns geborgen fühlen.

    Unsere unternehmerischen Tätigkeiten richten wir auf diese Zielsetzung aus.

    Wir wollen ein führendes Haus in der Betreuung und Pflege sein.

    Dies streben wir durch stetige Weiterbildung, finanzielle Unabhängigkeit und eine offene Unternehmenskultur an.
     

    Zweck

    Das Evangelische Pflege- und Altersheim ist eine gemeinnützige Stiftung. Wir sind ein Heim für die älteren Menschen der Region, aber auch offen für alle pflegebedürftigen Menschen, die unser Haus auswählen und denen unser Angebot entspricht.

    Wir stehen Angehörigen aller Konfessionen offen.

    Philosophie

    Unser Haus anerkennt die Individualität jedes Einzelnen. In Bezug zu den Angeboten unseres Hauses und der persönlichen Verfassung ist uns die Selbstbestimmung jedes Pensionärs wichtig. Zur Auswahl stehen verschiedene Aktivitäten, Therapien, Ausflüge und anderes.

    Unsere Kernkompetenzen liegen in der Betreuung und Pflege. Die Pflege richtet sich nach Beschwerden und Krankheitsbild. Dabei achten wir auf die Förderung und Erhaltung der Selbstständigkeit. Ein wichtiges Anliegen ist uns die Betreuung der Bewohnenden. Wir wollen Zeit haben für Zuwendung, Liebenswürdigkeiten, Spaziergänge, Gespräche, allgemeine Präsenz und anderes mehr. Gleichzeitig achten wir die Intimsphäre. Beim Abschiednehmen begleiten wir die uns anvertrauten Bewohnerinnen und Bewohner ihren Wünschen entsprechend. Dabei stützen wir uns auf den christlichen Glauben.

    Wir wollen ein Haus sein, in dem Sie sich geborgen fühlen. Eine offene Atmosphäre ist uns dabei wichtig. Die Zimmergestaltung soll in der Regel Ihren Vorstellungen und Bedürfnissen entsprechen.

    Bewohner / Kunde

    (soziales Umfeld)

    Die Tätigkeiten richten wir auf Ihr Wohlergehen und Wohlbefinden aus. Sie als Bewohnerin und Bewohner stehen als Kunde und Kundin im Zentrum unserer Dienstleistungen. Mit einer auf Sie ausgerichteten Betreuung und Verpflegung tragen wir Ihren Gewohnheiten Rechnung. Ihre Angehörigen sind uns als Partner willkommen, und wir tragen zur Förderung dieser Partnerschaft bei. Vorteilsweise lassen Sie sich weiterhin von Ihrem bisherigen Hausarzt behandeln. Dies dient Ihrem eigenen Wohlbefinden und Ihrer Sicherheit.

    Sie bestimmen im Wesentlichen Ihren Tagesablauf, geniessen die Ruhe in Ihrem Zimmer oder machen aktiv bei unseren Angeboten mit. Zu Ihrem Eigentum tragen wir Sorge. Mit einer hohen Wohnqualität unterstützen wir das Leben im Haus unter Beachtung der Haus-Philosophie.

    Mit der Haltung von Tieren versuchen wir, Ihnen einen Ersatz oder eine neue Bezugsmöglichkeit zu bieten, da wir Haustiere nur sehr beschränkt aufnehmen können.

    Mitarbeiter  

    Wir wollen in unserem Haus aufgestellte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, die sich mit dem Betrieb identifizieren. Mit einer teamorientierten Kultur fördern wir die Zusammenarbeit. Die Grundlage dafür ist die klar strukturierte Organisation. Die Entgeltpolitik richtet sich nach Ausbildung und Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern und unterstützen interne und externe Weiterbildung. Somit gewährleisten wir einen kontinuierlich hohen Stand der Fachkenntnisse, welche sich positiv auf die Leistungsfähigkeit auswirkt und zum Wohl der Bewohnenden beiträgt.

    Finanzen    

    Wir sind eine „Non-Profit“-Organisation. Durch die Rechtsform als Stiftung und dem sozialen Status sehen wir jedoch keine Veranlassung, auf die Grundsätze der wirtschaftlichen Unternehmensführung zu verzichten. Damit erhalten wir die für uns wichtige Unternehmensfreiheit und sichern eine unabhängige Zukunft unseres Betriebes. Mit einem angemessenen Preis-/ Leistungsangebot wollen wir die erste Ansprechadresse in der Region sein. Damit gewährleisten wir eine kontinuierliche Nachfrage. Als „Unternehmen“ wollen wir kostendeckend arbeiten und zukünftige Investitionen in finanzieller Unabhängigkeit angehen können.

    Mitwelt / Umwelt      

    Mit dem Standort in der Zentrumsgemeinde Thusis ist unser Haus sehr gut erschlossen. Dies wollen wir als Wettbewerbsvorteil nutzen, da wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln ebenso gut zu erreichen sind wie mit privaten. Durch eine Erweiterung unserer Angebote wollen wir zukünftig ein Zentrum für Betagte sein.

    Als Betrieb geben wir uns nach aussen offen und transparent. Durch Informationen in der Öffentlichkeit und gegenüber den politischen Gremien gewähren wir Einblick in unsere Arbeiten.

    Mit anderen Institutionen für ältere Menschen wollen wir als anerkannter Partner zusammenarbeiten. Dabei betrachten wir diese als Ergänzung zu unserem Angebot. Gleiche Institutionen sollen uns in Konkurrenz zu besseren Leistungen und Ergebnissen anspornen.

    Umweltaspekten schenken wir durch entsprechende Wahl von Produkten und deren Entsorgung gebührende Beachtung. Mit Lieferanten streben wir eine langfristige partnerschaftliche Beziehung an. Dies führt zu gegenseitigem Nutzen und zur steten Verbesserung.

      Familienzentrierte Pflege

      Wir sehen die Familie als den Kreis nahe stehender Menschen, den Sie selber als Ihre Familie bezeichnen.

      Liebe Leserin, lieber Leser

      Es ist uns ein Anliegen, dass Sie sich während Ihres Heimaufenthaltes bei uns wohl fühlen und eine optimale Pflege und Betreuung erhalten. Unsere Arbeit ist dann am wirkungsvollsten, wenn wir Ihre Situation, Ihre Fragen und Sorgen bestmöglich verstehen.

      Aus Erfahrung wissen wir, das bei einem Heimeintritt immer auch die Familien oder die  engsten Vertrauten mit betroffen sind. Einerseits hat eine Erkrankung oder Behinderung eines Familienmitgliedes Auswirkungen auf die ganze Familie, andererseits hat die Familie einen wichtigen Einfluss auf den Gesundheitszustand und das Wohlergehen des betroffenen Familienmitgliedes.

      Wir möchten Ihre Familie oder Ihre engsten Vertrauten mit einbeziehen

      Die familienzentrierte Pflege misst dem Einbezug der Familie der Bewohnerinnen / Bewohner einen hohen Stellenwert bei. Der Einbezug der Familie beginnt idealerweise bereits beim Heimeintritt. Deshalb begrüssen wir, falls Sie das möchten, die Teilnahme Ihrer Familienangehörigen oder engsten Vertrauten an Ihrem Eintrittsgespräch. Weitere Familiengespräche sind im Verlauf Ihres Aufenthaltes fester Bestandteil der Pflege und Betreuung.

      Schwierige Situation gemeinsam meistern

      Sie stehen vor einer veränderten Situation, die für Sie und Ihre Familie sehr belastend sein kann. Der Alltag ändert sich, Schwierigkeiten müssen bewältigt werden, vielleicht überwiegen zeitweise Gefühle wie Sorge, Angst, Trauer oder Ungewissheit.

      Unser Wunsch ist es, eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihnen und Ihren Angehörigen aufbauen zu können, um gemeinsam zu den richtigen Entscheidungen zu gelangen.

      Falls Sie noch Fragen oder Wünsche zum Thema familienzentrierte Pflege haben, wenden Sie sich bitte an die Pflegedienstleitung oder Ihre Bezugsperson.

      Pflegedienstleitung und Pflegeteam Evangelisches Pflege- und Altersheim Thusis

        Reanimation im EPAT

        Die Frage der Reanimation wurde im EPAT mit der Ethikfachgruppe und dem Heimarzt diskutiert. Das Resultat ihrer Überlegungen führte zur untenstehenden Regelung.

        Die Gründe, warum Menschen im EPAT leben sind verschieden. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner leiden an mehreren chronischen Krankheiten und benötigen Unterstützung, um den Alltag in ihrem letzten Lebensabschnitt zu bewältigen. Im  EPAT finden sie einen Ort, an dem sie mit ihren Einschränkungen und Beschwerden möglichst gut leben und würdevoll sterben können. Das Personal vom EPAT unterstützt unsere Bewohnerinnen und Bewohner, damit sie ihren individuellen Weg gehen können.

        Damit wir den Bedürfnissen und Wünschen der Bewohnerinnen und Bewohner gerecht werden, haben diese die Möglichkeit, mit unserer Unterstützung eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht zu erstellen für den Fall, dass sie einmal urteilsunfähig werden. Ausserdem legen sie im Pensionsvertrag fest, wer sie in medizinischen Entscheidungen unterstützt. Darin wird auch die Frage betreffend Reanimation gestellt.

        Reanimationsentscheidungen basieren auf drei medizinisch-ethischen Prinzipien, nämlich den Prinzipien der Fürsorge, des Nichtschadens und des Selbstbestimmungsrechts. Das Prinzip der Fürsorge verpflichtet uns, einem anderen Menschen, der in Not gerät, zu helfen. Die Verpflichtung nicht zu schaden, ist die Grundlage für das Unterlassen von Reanimationsbemühungen, wenn sie mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht zum gewünschten Erfolg führen, sondern den Betroffenen zusätzlich belasten.

        Eine Reanimation bei alten Menschen hat wegen verschiedener Einflussfaktoren kaum eine Erfolgschance. Sollte eine Reanimation trotzdem erfolgreich sein, d.h. die Herz- und Atmungstätigkeit setzt wieder ein, ist mit ernsthaften Folgeschäden wie Hirnschäden, Rippenfrakturen und weiteren Komplikationen zu rechnen.

        Gestützt auf die medizinisch-ethischen Prinzipien werden im Evang. Pflege- und Altersheim Thusis bei einem plötzlichen Atem- und/oder Herz-Kreislaufstillstand keine Reanimationen durchgeführt. Das EPAT verfügt nicht über die nötigen personellen und technischen Voraussetzungen, um eine Reanimation sicherzustellen. Dies bedeutet keineswegs eine Therapieeinstellung. Alle gewünschten medizinischen und pflegerischen Behandlungs- und Betreuungsmassnahmen werden weiterhin durchgeführt.

        Akute Zwischenfälle, die potenziell behandelbar sind, werden unverzüglich mit der nötigen Sorgfalt behandelt.

        Regelung

        Bewohnerinnen und Bewohner des EPAT werden beim Vorliegen eines plötzlichen Atem- und Kreislaufstillstandes nicht reanimiert.

        Beim Entscheid und der Anordnung, ob eine Reanimation durchgeführt werden soll, handelt es sich um die Wahrnehmung des höchstpersönlichen Rechts in Bezug auf die Selbstbestimmung. Der Entscheid liegt damit letztlich bei der Bewohnerin bzw. dem Bewohner, sofern Urteilsfähigkeit besteht. Bei Urteilsunfähigkeit liegt der Entscheid bei der vertretungsberechtigten Person.

        Sofern der Wunsch nach Reanimation besteht und in Kenntnis unserer Haltung und unserer technischen sowie medizinischen Möglichkeiten ein Heimeintritt bei uns erfolgt, handeln wir wie folgt:

        Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit potenziell möglichem Atem- und/oder Herz-Kreislaufstillstand wird die Bewohnerin oder der Bewohner frühzeitig ins Akutspital verlegt.

        Bei einem akuten Vorfall wird umgehend der Notruf 144 gewählt zur anschliessenden Überweisung ins Akutspital. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes werden Erste-Hilfe-Massnahmen durchgeführt

        Grundlage dieses Papiers sind die Ausführungen der Broschüre:

        Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften, (2013) Reanimationsentscheidungen, Basel: Gremper AG.

          Information Aufenthalts- und Pensionsvertrag

          Nach dem Eintritt ins Evang. Pflege – und Altersheim Thusis erfolgt ein Beratungsgespräch zur Unterzeichnung des Aufenthalts – und Pensionsvertrags. An diesem Gespräch geben urteilsfähige Bewohnerinnen und Bewohner eine Person an, welche sie in medizinischen Entscheidungen vertritt, wenn sie selber nicht mehr entscheiden können.

          Ist eine Person bei Eintritt in diesem Bereich bereits urteilsunfähig, halten wir uns, falls vorhanden, an die Patientenverfügung und / oder Vorsorgevollmacht. Wurde keine Vorsorge getroffen halten, wir uns an die sogenannte Familienkaskade, welche festlegt, in welcher Reihenfolge Angehörige vertretungsberechtigt sind.

          Die Vertreter dürfen über alle diejenigen Tatsachen informiert werden, über welche die Bewohnenden selbst informiert würden. Sie müssen im Sinne der Betroffenen handeln.

          Frau Anna Raschein, Dipl. Pflegefachfrau HF und MAS Gerontologie, wird mit Ihnen zusammen die nötigen Schritte klären, damit der Vertrag unterzeichnet werden kann.

          Sie wird Sie nach Wunsch auch bei weiterführenden Massnahmen (Patientenverfügung etc.) unterstützen.

          Sobald ein Eintritt definitiv ist, werden wir mit Ihnen einen Termin vereinbaren.

            Ombudsstelle

            Einleitung

            Der schwedische Begriff „Ombudsman“ beschreibt eine Person, der man sich anvertrauen, mit der man Probleme besprechen und die als Vermittlerin handeln kann.

            In Institutionen des Gesundheitswesens kann es zwischen allen Beteiligten immer wieder zu Spannungen und Konflikten kommen. Wenn ein Konflikt nicht unter den Parteien gelöst werden kann, braucht es eine neutrale Ombudsstelle.

            Bewohnerinen und Bewohner, sowie deren Angehörige, die sich ungerecht behandelt oder verletzt fühlen, können sich an die kantonale Ombudsstelle wenden.

            Dem Personal vom EPAT steht eine neutrale Person zur Verfügung, mit der Probleme rund um den Arbeitsplatz besprochen werden können.

            Ziel

            Die Ombudsfrau hilft den Betroffenen eine sachgerechte Lösung zu finden.

            Missverständnisse werden geklärt.

            Spannungen und Konflikte werden abgebaut und möglichst unbürokratisch gelöst.

            Grundsätze

            Die Ombudsstelle ist unabhängig und neutral.

            Alle Aussagen werden vertraulich, diskret und individuell behandelt.

            Die Ombudsfrau untersteht der Schweigepflicht.

            Bei einem meldepflichtigen Vergehen informiert sie die Heimleitung.

            Aufgaben

            Die Ombudsfrau bespricht die Angelegenheit als neutrale Person mit den Ratsuchenden.

            Sie ist Ansprechpartnerin für Probleme, Sorgen und Ängste die den Betrieb betreffen, bei Überforderung, Mobbing durch das Team, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Aggression und Gewalt gegenüber den Bewohnenden.

            Durch das Gespräch fördert sie eigene Lösungsansätze, berät und unterstützt die Betroffenen bei der Problemlösung.

            Sie kann bei grösserem Beratungsbedarf geeignete Anlaufstellen empfehlen.

            Zuständigkeit

            Die Ombudsstelle steht bei allen oben erwähnten Problemen zur Verfügung.

            Die Ombudsstelle ist nicht zuständig für:

                         ●    arbeitsrechtliche Fragen und Probleme mit den Anstellungsbedingungen.

                         ●    rein private Konflikte.

                         ●    Fälle, in denen die Medien oder ein Rechtsbeistand eingeschaltet wurden.

            Für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige ist Frau Elisabeth Blumer von der kantonalen Ombudsstelle zuständig.

            Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Evang. Alters- und Pflegeheims Thusis ist Frau Annelies Jost Komposch zuständig. Sie ist ausgebildete dipl. Pflegefachfrau Psychiatrie und Sozialarbeiterin. Ausserdem hat sie längere Zeit in der Vormundschaftsbehörde mitgearbeitet.
             

            Adressen

            Bewohnerinnen und Angehörige:              Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter EPAT:

            Lic. iur. Elisabeth Blumer                               Annelies Jost Komposch                      

            Ombudsfrau                                                   Ombudsfrau

            Quaderstrasse 5, Postfach 26                       Altdorfstr. 49

            7002 Chur                                                      7430 Thusis

            Tel. 0844 80 80 44                                         Tel. 081 651 48 91

              Glossar

              Vorsorgeauftrag

              Damit bestimmt man eine oder mehrere Personen, die sich um persönliche oder finanzielle Angelegenheiten kümmern. Mit einem Vorsorgeauftrag kann bestimmt werden, wer die betroffene Person rechtsgültig vertritt, wenn diese nicht mehr urteilsfähig ist. Dies wird wichtig, wenn Rechtsgeschäfte anstehen, bei denen eine Unterschrift der kranken Person benötigt wird, z.B. ein Bankgeschäft oder ein Grundstückverkauf.

              Liegt im Falle einer Urteilsunfähigkeit keine Vollmacht vor, kann dies zu Problemen führen. Das heute geltende Recht erlaubt nicht automatisch eine Vertretung einer urteilsunfähigen Person durch die nächsten Angehörigen wie Ehepartner oder Kinder.

              Gemäss Art. 361 Abs. 1 ZGB muss der Vorsorgeauftrag von A-Z handschriftlich verfasst oder durch einen Notar beurkundet werden.

              Patientenverfügung

              Darin legt die betroffene Person fest, wie medizinisch und pflegerisch zu entscheiden ist, wenn sie selber keine Entscheidungen mehr treffen kann. In einer Patientenverfügung kann auch eine Vertrauensperson bestimmt werden, die für die kranke Person entscheidet.

              Gemäss Art. 371 Abs. 1 ZGB muss eine Patientenverfügung schriftlich, datiert und unterzeichnet sein. Der Hinterlegungsort kann auf die Versichertenkarte notiert werden.

              Patientenvollmacht

              Hier wird eine Vertrauensperson bestimmt, die für die kranke Person in medizinischen und pflegerischen Belangen entscheiden darf.

              Es gelten dieselben Formalitäten wie bei einer Patientenverfügung.

              Urteilsfähigkeit

              Fähigkeit, eine Situation zu verstehen, einen Willen dazu zu bilden und sich gemäss diesem Willen zu verhalten.

              Über die Urteilsfähigkeit ist im Zweifelsfall ein ärztliches Zeugnis beizuziehen.

              Familienkaskade

              Eine urteilsfähige Person kann für den Fall einer Urteilsunfähigkeit selber Vorkehrungen treffen, sei es durch das Verfassen einer Patientenverfügung, eines Vorsorgeauftrages oder einer Patientenvollmacht.

              Liegen im Fall einer Urteilsunfähigkeit keine schriftlichen Dokumente vor, tritt die Familienkaskade in Kraft. Die Reihenfolge ist per Gesetz gegeben.

              1. Ehegatte / Partner in gemeinsamem Haushalt
              2. Ehegatte / Person mit regelmässigem und persönlichem Beistand
              3. Person aus gemeinsamem Haushalt
              4. Nachkommen
              5. Eltern
              6. Geschwister

              Hat jemand keine «Familie» oder herrscht Uneinigkeit über die nächsten Angehörigen, entscheidet die Erwachsenenschutzbehörde.

                Tarife

                Pension (Basis)

                Die Preise und Ansätze basieren auf internen Kostendaten und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben des Gesundheitsamtes Graubünden und der jährlich festgelegten Tarife.

                Taxgestaltung
                Die Taxordnung beinhaltet - abgestuft nach Pflegebedürftigkeit - die Tarife der Grundtaxe (Pension), der Betreuungs- und Pflegeleistung sowie diejenigen der besonderen Dienstleistungen und Zuschläge.

                Kostenvorschuss
                Erfolgt ein stationärer Eintritt im Sinne eines «Langzeitaufenthaltes» ist ab 01. Januar 2018 ein Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- zur Vorauszahlung fällig.

                EPAT-Tarife 2020

                EPAT-Tarife 2019

                EPAT-Tarife 2018

                Tarifübersicht Institutionen Kanton Graubünden

                Tarife Pflegeheime & Pflegewohngruppen

                  081 632 36 36